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EINSCHEIBENSICHERHEITSGLAS

SECURIT ESG

Enorm belastbar und sicher im Bruchfall: SECURIT, das weltweit erste und von SAINT-GOBAIN im Jahr 1933 erfundene Einscheibensicherheitsglas.

SECURIT ESG - Sicherheitsglas lt. EN 12150 - ist ein thermisch vorgespanntes Sicherheitsglas und besitzt eine 4-5 mal höhere Biegefestigkeit sowie eine wesentlich bessere Widerstandsfähigkeit gegen Stoß und Schlag als normales Glas. Bei mechanischer Überbelastung zerfällt es in stumpfkantige lose zusammenhängende Krümel

 


ANWENDUNG

SORGENFREI MIT SICHERHEITSGLAS

Einscheibensicherheitsglas ist sehr vielseitig einsetzbar. Es kann als Einfachglas, im Verbundsicherheitsglas [VSG] oder Mehrscheiben-Isolierglas sowohl für Innen-, als auch Außenanwendungen genutzt werden. 

  • Aufzug / Umwehrung
  • Brüstung / Parapet
  • Duschkabine
  • Geländer
  • Glaslamellen
  • Fassadensysteme
  • Fensterverglasungen
  • Glasmöbel
  • Schallschutzwand
  • Trennwand
  • Verkleidung Außenwand
  • Verkleidung Innenwand
  • Windfang

Die Festigkeit ermöglicht auch die Anwendung mit hohen Belastungen wie z.B. in Sporthallen [ballwurfsicher]. 


Vorteile

Thermisch vorgespanntes Sicherheitsglas nach EN 12150-1

  • 4 - 5 mal höhere Biegefestigkeit als normales Glas
  • hohe Beständigkeit gegen rasche Temperaturwechsel und hohe Temperaturunterschiede innerhalb einer Scheibe
  • Sicherheitsglas nach ÖNORM B 3710

 

Sicherheitsglaseigenschaften nach EN 12150-1

  • bei übermäßiger Belastung zerfällt es in stumpfkantige, mehr oder weniger lose zusammenhängende Krümel, die ein weitaus geringeres Verletzungsrisiko mit sich bringen als die scharftkantigen Scherben von normalem Glas
  • hohe Stoßfestigkeit, Verwindungssteifigkeit
  • Ballwurfsicherheit nach DIN 18032 Teil 3, Glasdicke > 6 mm

TECHNIK

1. THERMISCHE BEHANDLUNG

Bei der Herstellung von Einscheibensicherheitsglas SECURIT - dem sog. "Vorspannen" -  wird das Glas auf mehr als 600 °C erhitzt und anschließend rasch mit anströmender Luft abgekühlt. Die Folge ist ein "geordneter" Spannungszustand im Glas mit Druckspannungen an den Glasoberflächen und Zugspannungen im Glaskern. Zudem bietet es eine hohe Temperaturwechselbeständigkeit von bis zu 200 °K nach Produktnorm.

 

Spannung im Glas

Wichtig ist, dass das Floatglas oder geeignetes Gussglas erst nach dem Zuschneiden, der Kantenbearbeitung oder eventuell erforderlichen Lochbohrungen bzw. Glasausschnitten horizontal in einem elektronisch geregelten Ofen erhitzt und anschließend mit Kaltluft konvektiv abgekühlt wird. Durch die Wärmebehandlung wird in der Scheibe ein im Gleichgewicht befindlicher Spannungszustand aufgebaut. Die Scheibenoberfläche steht so unter Druckspannung, der Kern steht unter Zugspannung. Diese besonderen Eigenschaften machen eine nachträgliche Bearbeitung der Scheiben unmöglich, da die Verletzung der Spannungszonen das Glas zerstören würden. Daher erfolgen Zuschnitt und Veredelung immer vor dem Vorspannprozess. 

 


 

2. ABMESSUNGEN

bis max.

6 mm: 3300 x 5000 mm bzw. 2000 x 6500 mm

8 - 12 mm: 3300 x 8000 mm 

15 - 19 mm: 3300 x 8000 mm [max. 1200 kg]

25 mm: 1500 x 3500 [max. 1200 kg]

Mindestmaß 300 x 300 mm
Max. Seitenverhältnis 1:20
Glasdicken

3 - 25 mm [Floatglas]

3 - 10 mm [Ornamentglas]

 


 

3. ANWENDUNGSTECHNISCHE HINWEISE

 

3.1 OIB Richlinie 4 / Nutzungssicherheit und Barrierefreiheit

Für die Anwendung von Glas in Österreich ist die Richtlinie des Österreichischen Instituts für Bautechnik [OIB] - im speziellen die RL 4 - bzw. ÖNORM B3716 Teil 1 bis Teil 7 relevant. Glastüren und Verglasungen ohne absturzsichernde Funktion müssen aus Sicherheitsglas [Einscheiben- oder Verbundsicherheitsglas] hergestellt sein:

  • Glastüren, Verglasungen in Türen und in Fenstertüren bis 1,50 m Höhe über der Standfläche,
  • vertikale Verglasungen [wie z.B. Glaswände, Fixverglasungen] entlang begehbarer Flächen bis 85 com Höhe über der Standfläche
  • vertikale Verglasungen [wie z.B. Glaswände, Fixverglasungen] entlang begehbarer Flächen in Gebäuden mit  möglichem Menschengedränge bis 1,50 m Höhe über der Standfläche. 

Zusätzliche Informationen entnehmen Sie der Richtlinie 4: Nutzungssicherheit und Barrierefreiheit.


3.2 Anisotropien

sind Irrisationserscheinungen in thermisch vorgespannten Scheiben. Bei Betrachtung des Einscheibensicherheitsglases, unter bestimmten Lichtverhältnissen und polarisiertem Licht, können Anisotropien, sogenannte Polarisationsfelder, sichtbar werden, die sich als Muster bemerkbar machen. Dieser Effekt ist für ESG physikalisch bedingt und daher charakteristisch. 

 

3.2 Benetzbarkeit der Glasoberfläche

Die Benetzbarkeit der Glasoberfläche kann durch Abdrücke von Rollen, Fingern, Etiketten, Papiermaserungen, Vakuumsaugern, Glättmitteln oder Gleitmitteln unterschiedlich sein. Bei feuchten Glasoberflächen infolge Beschlagsbildung, Regen oder Reinigungswasser kann die unterschiedliche Benetzbarkeit sichtbar werden. Derartige Erscheinungen sind charakteristische Merkmale und nicht reklamationsfähig.

 


 

4. BEARBEITUNGEN

4.1 Glasbearbeitung

Die thermische Vorspannung bedingt, dass nachträgliches Bearbeiten des Glases wie schneiden, schleifen, bohren etc. nicht vorgenommen werden dürfen. Dies führt sofort zu Bruch oder wesentlicher Verschlechterung der Materialeigenschaften!

Alle Veredelungsprozesse sind daher immer vor dem Vorspannprozess durchzuführen.

 

4.2 Kantenbearbeitung

Standardmäßig wird SECURIT mit gesäumten Kanten geliefert.

Kante gesäumt KGS

Schematische Darstellung: Kante gesäumt [KGS]

Übersicht der Kantenbearbeitungen nach DIN 1249 Teil 1

 

4.3 Lochbohrungen

bis 12 mm Glasdicke

  • Der Lochbohrungsdurchmesser [D] darf nicht kleiner sein als die Glasdicke [S].

Glasdicke 15 und 19 mm

  • Bohrdurchmesser mindestens 18 bzw. 25 mm

Produktionsbedingte Mindestabstände sind einzuhalten.

 


 

5. KENNZEICHNUNG

Entsprechend EN 12150 sind alle ESG-Gläser gekennzeichnet.

Standardkennzeichnung und -lage Einscheibensicherheitsglas SECURIT. 

Vom Standard abweichende Kennzeichnungen oder Stempellagen sind bei der Bestellung schriftlich vorzugeben.

Bei SECURIT handelt es sich um ein CE-gekennzeichnetes Produkt gemäß den geltenden Bestimmungen. 

 


 

6.  TECHNISCHE DATEN

SECURIT ESG aus Floatglas unterliegt einer laufenden Eigen- und Fremdüberwachung. 

Die technischen Daten zu Einscheibensicherheitsglas finden Sie hier.

Umweltproduktdeklaration EPD SECURIT Einscheibensicherheitsglas hier einsehen.

 


 

7. DOWNLOADS

Allgemein
Broschüre Glas Ungeheuerstark [PDF]
Technik
OIB Richtline 4 - Nutzungssicherheit und Barrierefreiheit [PDF]
Handbuch Toleranzen GLASSOLUTIONS Steyr [PDF]
Kantenbearbeitung [PDF]
Standardkennzeichnung und -lage SECURIT [PDF]
Produktionsbedingte Mindestabstände SECURIT [PDF]
Technische Daten SECURIT Einscheibensicherheitsglas [PDF]
EPD Umweltproduktdeklaration SECURIT ESG [PDF]
Prüfzeugnisse sind im LOGIN-Bereich [Dokumente] für Kunden hinterlegt.
Prüfzeugnis Ballwurfsicherheit SECURIT 6 mm [LOGIN]
Prüfzeugnis Ballwurfsicherheit SECURIT 8 mm [LOGIN]
Prüfzeugnis Ballwurfsicherheit SECURIT 10 mm [LOGIN]
Reinigung & Montage
Allgemeine Reinigungsempfehlungen [PDF]
Allgemeine Verglasungsrichtlinien [PDF]
GLASARTEN

Zur Herstellung von SECURIT stehen nahezu alle verfügbaren Basisglasarten in den Dicken von 4 - 24 mm zur Verfügung.

Basisglasart Produktname
Floatglas, Klarglas PLANICLEAR
Weißglas DIAMANT
Gussglas DECORGLASS        MASTERGLASS
entspiegeltes Glas VISION-LITE
Oberflächenspiegel MIRASTAR
geätztes Glas SATINOVO
in der Masse durchgefärbtes Floatglas [grau, grün, bronze, blau]  ANTELIO
low emissivity Glas [soft coating] PLANITHERM
beschichtetes Glas [hard coating] ANTELIO        COOL-LITE ST
kombinierte Sonnen- und Wärmeschutzschichten [soft coating] COOL-LITE 

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